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Called to future

Diego Goller: „Called to future“ - unter diesem Motto fand das Treffen der Trägerkreises von Miteinander für Europa vom 6. bis 8. November 2025 im Mariapoli-Zentrum in Castel Gandolfo statt. Es waren 108 TeilnehmerInnen aus 17 europäischen Ländern und 28 Bewegungen oder Gemeinschaften verschiedener Kirchen vertreten.

Der Titel dieses Treffens – „Called to future“ – spiegelte einen Aufruf Gottes wider, offen zu sein für die Stimme des Geistes in uns, und auf unsere Schwestern und Brüder zu hören. Er steht in engem Zusammenhang mit dem, was um uns herum geschieht. Insbesondere angesichts unseres zersplitterten, verunsicherten und gespaltenen Europas, angesichts seiner zunehmenden Bedeutungslosigkeit im globalen geopolitischen Rahmen, wurde der dringende Ruf laut, einen Weg der Versöhnung aufzuzeigen, der durch die Kraft der Gemeinschaft möglich ist.

Gespräche im Geist

Es handelte sich hauptsächlich um ein Arbeitstreffen, das auf der Grundlage von Meditationen und Gebeten (die am Ende der Seite heruntergeladen werden können), Berichten, lebhaftem Austausch in kleinen Gruppen – im Stil des Gespräches im Geist – und in Plenarsitzungen durchgeführt wurde. All dies diente dazu, die geschwisterliche Gemeinschaft zu stärken und die Stimme des Geistes im Hinblick auf zukünftige Schritte zu erkennen. Das Bündnis der gegenseitigen Liebe (nach Johannes 13,34), das jedes Jahr feierlich erneuert wird, konnte nicht fehlen und ist in einer Phase des Generationswechsels, in der sich unser ökumenisches Netzwerk befindet, umso aktueller. Passend zu diesem Wendepunkt stellten Pater Lothar Penners (Schönstatt) und Gerhard Pross (CVJM) ein Buch vor, das grundlegende Texte und verschiedene Zeugnisse zur Geschichte von MfE sammelt: „Sternstunden der Einheit – Erfahrungen aus 25 Jahren Miteinander für Europa“, das demnächst veröffentlicht wird.

Ein Zentrales Event 2028?

Um diesen Weg sichtbar zu machen und den Bürger/innen Europas ein Zeichen der Hoffnung zu geben, wurde das Projekt eines größeren europäischen Treffens in Betracht gezogen. In einem intensiven Austausch entstanden Ideen und Vorschläge, die nun in den kommenden Monaten vom Leitungskomitee geprüft und ausgearbeitet werden. Ein zentraler Event könnte in Verbindung mit ähnlichen Initiativen in verschiedenen europäischen Städten stattfinden, beispielsweise im Frühjahr 2028. Das wäre bedeutungsvoll, 30 Jahre nach dem ersten Treffen von Johannes Paul II. mit den neuen katholischen Bewegungen und Gemeinschaften, das den Beginn eines Weges der Gemeinschaft unter ihnen initiierte. Diesem Weg schlossen sich später Bewegungen der reformierten Kirchen und in der Folge auch andere Kirchen an.

Junge Erwachsene stärker in den Vordergrund rücken

Die Anwesenheit von führenden Vertretern einiger Bewegungen – Nuria Alonso (CHARIS), Fadi Krikor (Treffen von Verantwortlichen), Reinhardt Schink (Evangelische Allianz Deutschland), Valeria Martano (Comunità Sant’Egidio), Margaret Karram und Jesús Moran (Fokolar-Bewegung) und andere – stärkte die Gemeinschaft und bestätigte die Übereinstimmung der Anliegen.

Von verschiedenen Seiten wurde die Erwartung geäußert, junge Erwachsene stärker in den Vordergrund zu rücken. Eine kleine Gruppe von ihnen, die Rumänien, die Slowakei und Italien vertrat, kam unmittelbar nach diesem Treffen in Castel Gandolfo zusammen, um die ersten Ideen für einen zweiten Event im Jahr 2026 im Europaparlament in Brüssel zu erarbeiten.

von Diego Goller

Meditationen und Gebete