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Mehr Europa wagen, um den Frieden und das Wohl der Völker zu fördern

Miteinander für Europa steht für eine Kultur in Europa, die fest auf ihrer christlichen Grundlage steht. Deswegen sagt es deutlich JA zu einem Europa der Versöhnung, der Einheit in Vielfalt, der Begegnung, des Dialogs und des Friedens, der Barmherzigkeit und Menschlichkeit. Mehr Europa wagen, das ist das Gebot der Stunde. Mehr Europa wagen, um den Frieden und das Wohl der Völker zu fördern! Vom 6.-9. Juni 2024 sind wir gerufen, bei der Europa-Wahl dem Europa eine Stimme zu geben, das für die Kultur des Miteinanders steht.

Zum Europatag am 9. Mai 2024

Mehr Europa wagen, um den Frieden und das Wohl der Völker zu fördern

Unser Kontinent Europa erlebt eine prekäre Situation. Seit über zwei Jahren wütet mitten unter uns der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg, der schreckliches Leid über das ukrainische Volk bringt und zu dramatischen Folgen für viele, vor allem ärmere Länder geführt hat. Neben dem fatalen Konflikt im Heiligen Land erleben wir zahlreiche andere Formen von Gewalt. Viele Länder werden von Krisen erschüttert und erleben nationalistische Tendenzen, die sich gegen das Zusammenleben auf unserem Kontinent wenden. Zugleich schwindet in einigen europäischen Gesellschaften die Bereitschaft, die Perspektive des anderen einzunehmen, um so die eigenen Überzeugungen neu hinterfragen zu lassen. Dies erfüllt uns mit großer Sorge. Im Manifest von Miteinander für Europa von 2012 in Brüssel heißt es: „Diese Krise darf nicht dazu führen, Zuflucht hinter neuen Mauern von politischem und wirtschaftlichem Egoismus zu suchen. Sie würden uns auf unserem Kontinent spalten und den Norden vom Süden der Welt trennen. Europa braucht mehr Einheit.“

Ein Blick auf die Geschichte Europas im vergangenen Jahrhundert lehrt, das die europäische Einigung eine direkte Folge der Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit dem Tiefpunkt der Shoah darstellt. In den nachfolgenden Jahrzehnten hat Europa eine nie dagewesene Friedensepoche erlebt, Mauern sind gefallen und ein neues Miteinander im Wohlstand wurde in vielen Ländern möglich, Versöhnung wurde gewagt und gelebt. Heute suchen viele, die vor Krieg, Elend und Unterdrückung fliehen, nicht zuletzt deshalb in Europa Schutz und vertrauen auf Werte wie die Freiheit und Menschlichkeit unseres Kontinents, die aus den christlichen Traditionen hervorgegangen sind. Eine Abschottung unseres Kontinents oder gar ein Rückschritt auf diesem Weg würde nicht nur allen europäischen Völkern schaden, es wäre auch ein großer Verlust für die ganze Welt und eine große Gefahr für den Frieden.

Das ökumenische Netzwerk Miteinander für Europa bemüht sich seit nunmehr 25 Jahren, diesen Prozess der europäischen Einigung und Versöhnung zu fördern, der offen ist für die Anfragen der Welt und vom christlichen Menschenbild inspiriert ist. Als Gemeinschaften und Bewegungen im Miteinander haben wir die Erfahrung gemacht, dass Einheit in Vielfalt möglich ist. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass eine Zukunft in Frieden von einem geeinten und weltoffenen Europa abhängt, das seine Ressourcen zum Wohl aller Völker einsetzt.

Daher ermutigen wir alle Bürgerinnen und Bürger, sich das Gebot der Nächstenliebe neu zu eigen zu machen und sich deshalb für die Verständigung und das friedliche Zusammenleben aller Menschen, Gruppen, Völker und Religionen einzusetzen und am Aufbau der europäischen Einheit aktiv mitzuwirken. Stärken wir also bei den bevorstehenden Europa-Wahlen (6.-9. Juni 2024) die demokratischen Kräfte, die im Geist eines „Miteinanders” für Europa leben.

Lasst uns mehr Europa wagen, und so die Sache des Friedens weltweit fördern!

Das internationale Leitungskomittee von Miteinander für Europa